Abklinganlagen

Abklinganlage für Behandlung mit "Radiopharmaka"

Werden Patienten mit «Radiopharmaka» behandelt, scheiden diese strahlende Stoffwechselprodukte aus. Dieses Abwasser darf wegen der radioaktiven Strahlung nicht direkt in die Kanalisation geleitet werden. Aus diesem Grund haben wir eine Abklinganlage entwickelt, die es ermöglicht, dieses Abwasser über einen bestimmten Zeitraum zu stapeln bis die Grenzwerte zum Einleiten in die Kanalisation erreicht sind. Das heisst das Abwasser kann nach dieser Zeit in die öffentlichen Kanalisation eingeleitet werden.

Die Anlage ist so konstruiert, dass sie eine maximale Verfügbarkeit aufweist, so das Service- und Reparaturarbeiten an der Anlage – auf Grund des Strahlenschutzes – auf ein Minumum reduziert werden.

Beispiele und Referenzen

  • Kantonsspital Luzern
  • Unispital Basel

2020 haben wir im Kantonsspital Luzern eine Abklinganlage mit 4x 5'800 Litern Fassungsvermögen in den Betrieb übergeben. Die Anlage lagert radioaktiv belastetes Abwasser aus den Patientenzimmern ein und überwacht die Radioaktivität. Wenn die Strahlung weitgenug abgeklungen ist, fördert die Anlage das Abwasser weiter an die Luzerner ARA. Für die Sicherheit der Mitarbeiter wird die ganze Anlage über eine räumliche getrennte Industriesteuerung betrieben.

Im Unispital Basel steht unsere älteste Abklinganlage, die seit den 90er Jahren in Betrieb ist und stetig erweitert wurde. Inzwischen wird das radioaktive Abwasser in zwölf Tanks zwischengelagert und nach höchsten Sicherheitsvorkehrungen überwacht.